Pressebericht vom Staffeltag am 30.06.2010

Staffeltag vor großem Publikum

Mal ganz anders als in den Jahren zuvor begann der Kreisliga-Staffeltag des Fußballkreises Unna/Hamm am Freitagabend: Die Krombacher-Brauerei hatte die Vereinsvertreter in die Aula der Marie-Curie-Gymnasiums Bönen zum „Dreiklang“ eingeladen und sorgte für ausreichend Speis‘ und Trank bei der rund zweieinhalbstündigen Veranstaltung.

Los ging es nach der Begrüßung durch den Kreisvorsitzenden Horst Weischenberg mit der Ehrung ehrenamtlicher Vereinsmitarbeiter/innen. Im Rahmen des Ehrenamtes dankte der Ehrenamtsbeauftragte Heinrich Seydel für die jahrelange verdienstvolle und ehrenamtliche Tätigkeit, überreichte Verbandsgeschenke. Kreisvorsitzender Horst Weischenberg: „Ohne sie wäre es um unsere Vereinsarbeit schlecht bestellt. Allen gehört unsere vollste Anerkennung.“ Und die Geehrten heißen: Daniela Lehmann (VfL Kamen), Silke Offermann (FC Pelkum), Thorsten Springer (TuS Niederaden), Jürgen Stock (TuS Wiescherhöfen), Norbert Wienkamp (Arminia Hamm), Wolfgang Glasewald (Kamener SC), Helmut Holtmann (SuS Rünthe) und Peter Steinberg (BSV Heeren).
Beschenkt wurden auch die Meister der vergangenen Spielzeit (siehe Foto oben). TuS Wiescherhöfen wurde Meister Kreisliga A1, BSV Heeren in der Kreisliga A2. Neben der Meisterurkunde erhielten die Meister der anderen Kreisligen TuS Wiescherhöfen II (B1), TuS Wiescherhöfen III (B2), SVA Bockum-Hövel III (C1), BV Hamm III(C2), SuS Oberaden (C3) und Königsborner SV (C4) noch je einen Fußball. Weitere Aufsteiger waren die zweitplatzierten Mannschaften aus den Kreisligen B, TuS Lohauserholz II und MSC Holzwickede sowie aus einer Relegationsrunde der Zweitplatzierten der Kreisligen C. Westfalia Hövel II und SuS Kaiserau III. Kaiserau deshalb, weil SVE Heessen III abgemeldet und somit ein Platz in der Kreisliga B drei wurde.
Sieger der Fair-Play-Wertung wurden SG Holzwickede (Kreisliga A), BR Billmerich (Kreisliga B) und SuS Oberaden II (Kreisliga C). 129 Mannschaften nehmen in der kommenden Saison am Spielbetrieb teil. Ein Plus von 13 Clubs.

Führte gewohnt gekonnt und humorvoll durch den Kreistag: Horst Weischenberg, Vorsitzender des Fußballkreises Unna-Hamm.

Diese Entwicklung steuert dem allgemeinen Trend entgegen, wonach im Verbandsgebiet die Anzahl der Mannschaften allgemein rückläufig ist. Dazu kommen noch im Kreis Unna/Hamm 65 Altherren- und 20 Frauen-Mannschaften sowie etwa 500 Junioren-Teams „Anhand dieser Zahlen kann man ermessen“, führte dazu der Kreisvorsitzende Weischenberg aus, „welch hohe Arbeitsaufwand im Vorfeld der Saison, einmal zur Erstellung der Spielpläne und zum anderen der Schiedsrichter-Ansetzungen erforderlich ist.“ Um Verständnis bat Weischenberg bei den Gruppeneinteilungen, wenn es hier und da zu Härtefällen komme. „Sind sie versichert, dass wir uns bemüht und versucht haben, im Sinne der Vereine zu entscheiden.“

Mit besonderer Aufmerksamkeit lauschten die Vereinsvertreter den Ausführungen von Sascha Spitzer, dem “Superuser” des Fußballkreises Unna-Hamm. Spitzer erklärte den Teilnehmern die Feinheiten des elektronischen Spielberichtes, der ab dieser Saison auch in den Kreisligen im Liga und Pokalbetrieb zum Einsatz kommt. Ausgenommen von dieser Regelung sind die Testspiele. “Diese sollen weiterhin in Papierform eingereicht werden”, betonte Horst Weischenberg auf Nachfrage.

Sascha Spitzer, "Superuser" des heimischen Fußballkreises, erklärte den aufmerksamen Vereinsvertretern den elektronischen Spielbericht.

Kopfschmerzen im Zusammenhang mit den elektronischen Spielberichten macht den Vereinen noch die Systemsicherheit. Franz-Georg Huber vom SSV Mühlhausen-Uelzen merkte an, dass jeder Verein nur ein Passwort einstellen kann. “Wir sind ein recht großer Verein mit gut 20 Mannschaften. In jeder Mannschaft muss es sicher zwei Leute geben, die per Passwort Zugang zum System erhalten müssen. Das heißt, dass eine Menge Leute ins System gucken können”, führte Huber aus und ernetete dafür viel Kopfnicken. Eine endgültige Antwort auf die Frage konnten die Kreisvertreter nicht geben. Man wird sehen, ob sich in diesem Fall eine adäquate Alternative finden lässt.
Eberhard Petri, Vorsitzender der Kreisspruchkammer, berichtete von 17 Verfahren, die in den letzten drei Monaten zu verhandeln waren. Dabei gab es drei Fälle von Tätlichkeiten gegenüber Schiedsrichtern.
Positiv die Entwickung bei den Schiedsrichtern im Kreisgebiet. Torsten Perschke, Vorsitzender des Kreis-Schiedsrichter-Ausschusses, hat mehr als 300 aktive Kollegen zur Seite, so dass Spiele bis zu den D-Junioren besetzt werden können. Besonders hervor hob Perschke die Arbeit von Rene Kunsleben. “Rene steht nicht nur in der 1. Fußball-Bundesliga an der Linie und engagiert sich über das ganze Jahr bei uns in den Lehrgängen”, sondern sei auch im organisatorischen Bereich im Einsatz. Dies sei aller Ehren wert. “Das wäre zu vergleichen mit einem Bundesligaspieler, der nebenbei noch eine Jugendmannschaft trainiert”, so Perschke. Zum Abschluss seines Berichts warb er noch für eine weiterhin gute Zusammenarbeit mit Vereinen und Spielern.




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